Der Blues ist ein afroamerikanischer Tanz und wird den "Latein-
und nordamerikanischen Tänzen" zugeordnet.
Entstanden zu Beginn dieses Jahrhunderts in Nordamerika, seit
1920 in Europa, seit 1963 im Welttanzprogramm, kein Turniertanz.
GESCHICHTE:
Obwohl der BluesStil schon auf die Jahrhundertwende zurückgeht,
kamen die BluesMelodien erst nach dem 1. Weltkrieg zu uns nach
Europa. Der Blues ist ein ruhiger, um 1920 aufgekommener Tanz,
mit weichen Bewegungen und Schleichschritten, entlehnt aus dem
Foxtrott. 1923 gab es in England den ersten BluesBall.
Der Blues wurde in den zwanziger Jahren als Turniertanz erprobt,
aber schließlich vom Slowfox verdrängt. Um 1927 entstand
der Yale Blues als Variante des Blues.
Von der Geschwindigkeit her muß der BluesTanz von der BluesMusik
unterschieden werden. Die BluesMusik kann auch sehr schnell gespielt
werden, während der BluesTanz sich für alle sehr langsamen
4/4Takte eignet, zu denen man noch keinen Quickstep tanzen kann.
TANZAUSFÜHRUNG: Taktart: 4/4Takt Tempo: 18 - 32 Takte/Minute
Rhythmus: Für langsamen Schritt 2 Taktteile, für schnellen
Schritt 1 Taktteil:
langsam langsam schnell schnell
Tanzhaltung und Fußtechnik:
Man steht auf Tuchfühlung wie bei den "Standardtänzen"
unter Bekannten und bei Parties ist eine sehr enge Tanzhaltung
üblich. Die Schritte sind klein und werden flach aufgesetzt.
Die Tanzenden bewegen sich kaum vom Fleck.
Tanzfiguren: Grundschritt, Rechtsdrehung, Promenade, Damendrehung, Wiegeschritt
(Auszug aus dem Buch "Perfekt Tanzen" von R.Lidmila)